Energiepolitik

Das Energiegesetz vom 30. September 2016 stellt die Weichen der Schweizer Energiepolitik. Diese sogenannte Energiestrategie 2050 und das vorgesehene CO2-Gesetz verfolgen ausserordentlich ambitiöse Ziele.

Avenergy Suisse befürwortet und unterstützt Bestrebungen, die zum effizienteren, fortlaufend optimierten und umweltfreundlicheren Einsatz aller Energieträger führen. Treibende Kräfte für diesen Prozess sollen der technologische Fortschritt und der Markt sein.

 

CO2-Gesetz mit erheblichen Verschärfungen

Zurzeit befindet sich das CO2-Gesetz in den eidgenössischen Räten. Die geplanten Gesetzesänderungen sind gravierend. Sie führen zu erheblichen Mehrkosten. Die CO2-Lenkungsabgabe auf Brennstoffe, die heute bei 96 Franken pro ausgestossener Tonne CO2 liegt, soll auf 210 Franken erhöht werden. Die Belastung für Hauseigentümerinnen und -eigentümer werden mehrere Hundert Franken pro Jahr betragen.

Zudem sollen ab 2023 fossil betriebene Heizungen nur noch 20 kg CO2 pro m2 und Jahr emittieren. Dies ist selbst mit modernsten Heizungen und in optimal sanierten Gebäuden kaum zu erreichen. Heute erfüllen lediglich rund 20 Prozent der Gebäude in der Schweiz diesen Standard. Die Vorgabe entspricht einem faktischen Verbot von Ölheizungen.

Auch in der Mobilität wird es teuer. Der Benzinpreis soll gemäss UREK-S um bis zu 12 Rappen pro Liter steigen. Auf Flugtickets droht ein Aufpreis von bis zu 120 Franken.

Über all den kostentreibendenden Massnahmen steht die Vorgabe, dass 60% der bis 2050 angepeilten CO2-Einsparungen mit Massnahmen im Inland erzielt werden müssen.

Für Avenergy Suisse steht fest, dass die Beschlüsse des Ständerats einer kritischen Analyse bedürfen – auch weil der Ständerat wichtige Detailfragen ungeklärt dem Nationalrat übergibt.

 

Energiestrategie 2050

Mit der Energiestrategie 2050 strebt der Bundesrat eine radikale Wende in der Energiepolitik an. Die Kernkraftwerke in Betrieb sollen nicht durch neue ersetzt werden. Damit fällt 40% der Stromproduktion weg. Mehr Strom aus Sonne und Wind, aus Gaskraftwerken oder Importen sollen die Lücke füllen. Gleichzeitig will der Bundesrat den Energieverbrauch pro Kopf gegenüber dem Jahr 2000 um 43% senken und die CO₂-Emissionen massiv reduzieren (siehe oben). Dies ist nur mit scharfen Vorschriften und einer starken Verteuerung der Energie erreichbar.

Im Transportbereich geht die Energiestrategie 2050 mit einer Verschärfung der Zielvorgaben für den CO2-Ausstoss von Fahrzeugen einher. Ab 2021 dürfen neu importierte Personenwagen im Durchschnitt über die ganze Flotte nur noch 95 g CO2/km ausstossen, neu importierte Lieferwagen und leichte Sattelschlepper nur noch 147 g CO2/km.

Im Gebäudebereich führt die Annahme des Energiegesetzes zu einer Verlängerung des sogenannten Gebäudeprogramms. Der entsprechende Fonds wurde mit mehr Geld aus der CO2-Abgabe (maximal 450 Millionen Franken pro Jahr) finanziell aufgestockt.

 

Kantonale Gesetze

Für den Brennstoffmarkt sind die kantonalen Bestimmungen und Vorschriften im Energie- und Gebäudebereich von zentraler Bedeutung. In verschiedenen Kantonen kommt es zu Vorstössen und Gesetzesrevisionen, die häufig darauf abzielen, den Einsatz von Heizöl zu diskriminieren oder gar zu verunmöglichen. Das Stichwort hierzu heisst «Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich» (MuKEn).

Bei den MuKEn handelt es sich um eine von den Kantonen gemeinsam erarbeitete Vorlage für die Energiegesetzgebungen. Diese sehen neue Auflagen beim Ersatz fossiler Heizungen vor.

Avenergy Suisse setzt sich für den effizienten Einsatz neuster Ölheizungstechnik ein. Der Ersatz einer alten Ölheizung durch eine neue ist ein wirkungsvoller und wirtschaftlicher Weg zu sparsamem Energieverbrauch – und somit auch im Interesse der vielen zufriedenen Besitzerinnen und Besitzern von Ölheizungen.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.