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Mit dem Beginn des neuen Jahres sind die geopolitischen Risiken nicht von der Bildfläche verschwunden. Sie halten den tendenziellen Sinkflug des Ölpreises in Schach, welcher sich aus dem sich abzeichnenden Überangebot für das laufende Jahr ableitet.

Die Preise der beiden Rohölkontrakte Brent und WTI legten in der vergangenen Woche erneut zu und verzeichneten dabei zeitweise neue Mehrmonatshochs. Der Preisanstieg war vor allem den geopolitischen Risiken geschuldet, die mit der Möglichkeit eines US-Militärschlags gegen den Iran wieder deutlich zugenommen hatten. Als Washington zur Mitte der Woche jedoch erst einmal neue Sanktionen statt eines militärischen Eingreifens in der Islamischen Republik verkündete, preisten die Trader einen Grossteil der geopolitischen Risikoprämie wieder aus.

Zu Beginn der neuen Handelswoche müssen die Börsenhändler nun erst einmal die jüngsten Meldungen bezüglich Grönlands abwägen. Die Androhung des US-Präsidenten, gegen acht europäische Länder Strafzölle einzuführen, sollte es nicht bis Ende des Monats zu einem Abkommen über den Kauf der Insel durch die Vereinigten Staaten kommen, rückt die Zollthematik wieder stärker in den Vordergrund, welche Einfluss auf das Wachstum der Konjunktur und der Ölnachfrage dies- und jenseits des Atlantiks haben könnte. Die Marktteilnehmer werden deshalb in dieser Woche verstärkt auf das Weltwirtschaftsforum in Davos blicken, dem auch Trump beiwohnen wird.