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Trotz der instabilen Sicherheitslage im Golf haben sich die Rohölexporte durch die Strasse von Hormuz im September deutlich erholt. Mittlerweile fliessen rund 90% der Vorkrisen-Mengen an Rohöl wieder in den internationalen Handel. Raffinierte Produkte aus den Anrainer-Raffinerien jedoch hinken dieser Entwicklung hinterher. Weiterhin fehlen 40% der Diesel- und Kerosinmengen aus dem Golf. Auch die Risiko-Prämien für die Hochsee-Tanker stehen immer noch auf Rekordhöhen.

Daraus resultiert eine anhaltende Versorgungsknappheit insbesondere in Diesel und JET-A1, was sich in den Marktpreisen in einem deutlichen Spread zum Rohölpreis zeigt. Für die Schweiz ist ausserdem der nach wie vor Tiefe Pegelstand auf dem Rhein ein wichtiger Faktor, hier zeichnet sich kaum Besserung ab in den nächsten Wochen.

Auf Druck der USA haben die G7-Staaten zum Wochenstart erklärt, 100 Millionen Barrel an Rohöl und Diesel freigeben zu wollen. Wie viel Diesel aus dieser Freigabe tatsächlich dem Markt zur Verfügung stehen wird, bleibt derweil unklar, die G7-Staaten sprachen in ihrer Erklärung lediglich von «nennenswerten Mengen». 

Kurzfristig reichen diese Effekte aus, um die Preise auf hohem Level zu stabilisieren. Aber die zugrunde liegenden Probleme, die bleiben bestehen: beschädigte Infrastruktur in weiten Teilen der Golfregion, leere Lager in Europa, Nordamerika und Asien, sowie die Aussicht, dass auch Russland noch für längere Zeit als Lieferant ausfallen wird.

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