Im Fokus der Märkte steht seit letzter Woche das Coronavirus. Immer mehr Städte werden in China abgeriegelt.

Zuletzt hiess es, dass in China rund 56 Mio. Menschen unter Quarantäne gestellt wurden und nicht mehr verreisen dürfen. Damit die Ausbreitung eingedämmt wird, wurden zahlreiche öffentliche Verkehrsmittel, wie Bahnhöfe und Flughäfen, für den öffentlichen Personenverkehr stillgelegt.

Der saudische Energieminister und Prinz, Abdulaziz bin Salman Al-Saud, sagte heute Morgen, dass er die Entwicklung in China genau beobachte und sicher sei, dass das Virus eingedämmt werden könne. Die Marktreaktion sei in erster Linie durch psychologische Faktoren und durch extrem negative Erwartungen getrieben, auch wenn die Auswirkung auf die globale Ölnachfrage "sehr limitiert" sei. Solch extremer Pessimismus entstand auch während des SARS-Ausbruches in 2003, auch wenn es keine signifikante Reduktion der Ölnachfrage hervorrief, so Abdulaziz.

Die Angst vor der Ausbreitung kommt genau zur Hauptreisezeit in China, denn am Wochenende begann das neue Jahr. Viele Millionen Menschen dürfen nicht mehr verreisen und die Stilllegung von Flughäfen und Bahnhöfen führt schon jetzt zu einem negativen Einfluss auf den Verbrauch von Benzin, Diesel und Kerosin. Laut Analyst Daniel Ghali, von TD Securities, hatte der SARS- Ausbruch2003 das chinesischen Wachstums um ganze 2% niedriger ausfallen lassen. Noch schätzt Analyst Stephen Innes von AxiTrader den Einfluss des Coronavirus nicht so stark ein. Es bestünde die Möglichkeit, dass das chinesische BIP um 1% niedriger ausfalle, so die Vermutung.

Für Phil Flynn könnte es hingegen in Bezug auf die Vernichtung von Nachfrage eines der bedeutensten Ereignisse in der Geschichte sein. Die Auswirkungen müssten die Nachfrage bereits mehrere hunderttausende Barrel reduziert haben und sich immer weiter verstärken. "Die Angst vor einer schnellen Ausbreitung wird die Ölnachfrage töten," so der Analyst der Price Futures Group.

Da sich die Lage in China am Wochenende weiter verschlechtert hatte und es noch immer viele Unbekannte im Bezug auf das Virus bestehen, sanken die Preise heute Morgen erneut deutlich. Das Virus beschäftigt die Märkte auch diese Woche.

Quellmaterial: Futures-Services Mineralöldienst

 

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