Kein Sondertreffen der OPEC – Analysten senken Prognosen.

Der Ölpreis bleibt tief. Derzeit gibt es zwischen Russland und Saudi-Arabien keinen Austausch über eine mögliche koordinierte Massnahme. Russlands stellvertretender Energieminister, Pavel Sorokin, stellte am Wochenende klar, dass ein Ölpreis von 25 Dollar zwar unangenehm aber für die eigenen Ölkonzerne keine Katastrophe sei.

Einige Länder der OPEC sehen dies offenbar anders. Algerien, das derzeit die wechselnde Präsidentschaft des Kartells innehat, hatte ein Treffen verlangt. Doch dafür gab es innerhalb der OPEC keine Mehrheit. Saudi-Arabien soll eines der Länder gewesen sei, die solche Gespräche ablehnten.

Der Nachfragerückgang dürfte stärker sein, als angenommen. Der Chef der IEA rechnet mit einem Rückgang von 20 Mio. B/T. Dem schliesst sich auch der stellvertretene russische Energieminister an. Er rechnet mit einem Rückgang von 15 bis 20 Mio. B/T. Gleiche Zahlen nannte zuvor auch das Handelshaus Vitol, während Goldman Sachs mit einer Überversorgung von 14 Mio. B/T rechnet.

Die Lage dürfte sich noch weiter verschärfen, wenn die OPEC+ Länder ab April mehr Rohöl fördern, während immer mehr Länder immer striktere Shutdown-Regeln erlassen. In Indien, dem Land mit der zweitgrössten Bevölkerung, wurden deshalb bereits mindestens 52 Häfen geschlossen und ein Force Majeure verhängt. Händler versuchen Öl mit deutlichen Rabatten am Markt unter zu bekommen.

Zwar könnte noch immer eine Regulierung des Angebots durch die OPEC+ kommen, doch diese müsste schon sehr extrem ausfallen. Bei IHS Markit geht man davon aus, dass alleine die Benzinnachfrage in den USA um 4,1 Mio. B/T einbrechen könnte.

Durch die geringere Abnahme der Raffinerien und die nun anstehende Produktionssteigerung der OPEC+ Länder geraten vor allem die Rohölsorten Brent und WTI unter Druck. WTI hat dabei nun schon ein neues 18-Jahrestief erreicht.

Quellmaterial: Futures-Services Mineralöldienst

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