Die Verhandlungen mit dem Iran werden bis in den Juni verlängert und die USA stehen vor der sogenannten Fahrsaison.

Der Fokus der Trader richtet sich auf die Verhandlungen mit dem Iran. Der Markt geht von einer Einigung aus und hat diese auch in Teilen bereits eingepreist. Die Preise werden allerdings durch den Umstand oben gehalten, dass nun die US-Fahrsaison beginnt.

Kommendes Wochenende ist Memorial Day und damit der Auftakt zur sogenannten Fahrsaison. US-Bürger reisen in dieser Zeit mehr und nehmen längere Road-Trips auf sich. Zusammen mit der wirtschaftlichen Belebung in den Sommermonaten führt dies zu einem Anstieg bei der Benzinnachfrage und nach Rohöl. Mit den Fortschritten bei der Pandemiebekämpfung – nicht nur in den USA, sondern auch in Europa und Asien – erwartet man einen sehr deutlichen Nachfrageeffekt in diesem Sommer.

Die weitreichenden Pandemie-Lockerungen in Europa und den USA fallen mit der Sommersaison zusammen. Deshalb geht man bei der US-Investmentbank Morgan Stanley davon aus, dass sich der Ölmarkt auf absehbare Zeit «im Defizit» befinde und sich «die Nachfrage verbessere». Die zusätzliche Produktion des Irans würde vom Markt wohl absorbiert werden, so Analyst Stephen Brennock von PVM. Falls dies zutrifft, ist nicht mit einer starken Abwärtsreaktion zu rechnen. Vielmehr steigt das Risiko weiterer Rallyes, sollte ein schnelles Abkommen mit dem Iran nicht gelingen.

Auch in Indien könnte sich die Lage bald wieder verbessern. Umfangreiche Lockdowns haben das Land in den vergangenen Wochen weitestgehend lahmgelegt, nachdem die Infektionszahlen auf knapp über 400 000 pro Tag anstiegen. In den vergangenen 3 Wochen haben sich diese Zahlen aber mehr als halbiert.

Die Futures blieben nach dem kräftigen Anstieg gestern in den frühen Morgenstunden weiter fest und haben teilweise neue Hochs zum Vortag markiert. Für das Inland deuten sich daher im Vergleich zu Freitag Preissteigerungen an.

Quellmaterial: Futures-Services Mineralöldienst

25.5.2021

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