In der Schweiz sinken die CO2-Emmissionen seit Jahren. Dafür gibt es verschiedene Gründe.

Die Werte für 2018 zeigen bei den Brennstoffen eine weitere Abnahme der CO2-Emissionen gegenüber dem Vorjahr von 2,2 Prozent. Gegenüber 1990 sind die CO2-Emissionen aus Brennstoffen insgesamt um 28,1 Prozent tiefer. Wenn wir noch mehr ins Detail gehen, sehen wir, dass der CO2-Ausstoss beim Heizöl gegenüber 1990 sogar um 49,1 Prozent abgenommen und beim Gas um 71,9 Prozent zugenommen hat.

Für die starke Abnahme beim Heizöl sind verschiedene Gründe ausschlaggebend.

1. Absatzrückgang

Zuerst ist da der gesunkene Heizölabsatz. Dieser ist seit 1990 um 60,5 Prozent rückläufig von 5,957 Mio. Tonnen auf 2,350 Mio. Tonnen im Jahr 2018. Dieser Rückgang ist umso eindrücklicher, wenn man bedenkt, dass bis ca. 2010 die Anzahl ölbeheizter Gebäude gemäss dem Bundesamt für Statistik noch zugenommen hat. Doch was hat schlussendlich den Absatzrückgang bewirkt? Welches sind die bestimmenden Faktoren in diesem Markt.

2. Verbesserte Effizienz der Ölheizungen

Um 1990 kamen die ersten Ölbrennwertgeräte auf den Markt. Diese Heizsysteme nutzen neben der reinen Verbrennungswärme auch die Wasserdampfenergie, in dem die Verbrennungsluft in einem Wärmetauscher soweit abgekühlt wird, dass der Wasserdampf in den Abgasen kondensiert. So wurde die Effizienz der Ölheizungen nochmals deutlich verbessert. Gegenüber den Hochtemperaturgeräten aus den Anfängen der Ölheizung sparen die heutigen Anlagen bis zu 30% Heizöl ein.

3. Verschiedenste Kombinationslösungen

Die Ölheizung kann mit den zahlreichen erneuerbaren Systemen gut kombiniert werden. Dies sind z.B. die Solaranlage für die Warmwasseraufbereitung oder der Wärmepumpenboiler. Diese Kombinationslösungen reduzieren den Ölverbrauch um ca. 10%. Weiter ist die Ölheizung aber auch mit Holz- oder Wärmepumpenheizungen kombinierbar. Am häufigsten wird die Hybridlösung von Ölheizung und Luftwärmepumpe eingesetzt. In dieser Lösung hängt es von der Leistungsstärke der Luftwärmepumpe ab, wie viel Öl gespart wird. Aber es sind schnell 50%, um die der Heizölverbrauch abnimmt. Der Effekt der Kombinationslösungen ist also durchaus nicht zu unterschätzen.

4. Gebäudeisolation

Neben dem Ersatz einer alten Anlage mit einer neuen Ölbrennwertheizung dürfte die Isolation der Gebäude den stärksten Einfluss auf die Abnahme des Ölabsatzes gehabt haben. Bei einer umfassenden Sanierung des Gebäudes kann die Energieeinsparung durchaus mit 50% zu Buche schlagen. Dies umfasst dann die Isolation der Fassade und des Dachs, sowie den Ersatz der alten Fenster. Diese Investitionen sind aber vermutlich nicht für jedermann erschwinglich.

5. Wechsel zu anderen Energieträgern

Ca. ab 2010 hat die Anzahl der ölbeheizten Gebäude angefangen abzunehmen. Dies deutet darauf hin, dass ab diesem Zeitpunkt ein verstärkter Wechsel weg von Ölheizungen hin zu anderen Energieträgern begonnen hat. Die Abnahme war vorerst gar nicht so stark, hat sich aber nun mit den Diskussionen rund um die MuKEn 2014 beschleunigt.

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