Druck auf Preise – Covid19 und Spekulationen um Bruch in der OPEC+ Gruppe.

Saudi-Arabien, Kuwait und die Vereinten Emirate sollen sich laut Informanten darüber unterhalten die Produktion gemeinsam um weitere 0,3 Mio. B/T zu kürzen. Dies wäre ein Bruch mit der OPEC+ Gemeinschaft, die sich vermutlich erst wieder am 5. bis 6. März in Wien treffen wird und über mögliche Produktionskürzungen entscheiden wird.

"Wenn sich die Allianz spalten würde, wäre die initiale Reaktion ein Rückgang der Ölpreise, aber dies könnte durch eine starke Kürzung der OPEC ausgeglichen werden. Ich bezweifle, dass die OPEC kurz vor dem Auseinanderbrechen steht, aber die Allianz zwischen OPEC und Nicht-OPEC-Produzenten ist fragil," so Analyst James Williams von WTRG Economics.

Die Unstimmigkeiten innerhalb der Gruppe sind entstanden, nachdem das technische Komitee der Gruppe, Joint Technical Committee (JTC), eine Kürzung um 0,6 Mio. B/T bis zum Ende des zweiten Quartals und eine Verlängerung der schon bestehenden Kürzungen bis Jahresende empfahl. Russland lehnte dies bisher ab und wollte mehr Zeit zur Beurteilung der Auswirkungen des Covid19-Ausbruchs.

In China ist der Covid19-Ausbruch scheinbar unter Kontrolle gebracht worden, denn hier gehen die Zahlen der Neuinfektionen weiter zurück. Ausserhalb Chinas sind Südkorea, Italien und Japan neue Hotspots. In Norditalien wurden ganze Gemeinden abgeriegelt und unter Quarantäne gestellt, während man den Ursprung des Ausbruchs noch immer nicht ausgemacht hat. Das Land zählt nun 157 infizierte und ist damit an Japan mit 146 Infizierten vorbeigezogen. In Südkorea steigt die Zahl der Neuinfektionen ebenfalls stak, sodass es hier bereits 763 gemeldete Fälle gibt. Und auch im Iran gibt es bereits 43 bestätigte Infektionen und 8 Tote.

Hatte man in der letzten Woche noch die Erwartung, dass das Coronavirus vor allem Chinas Wirtschaft betrifft, dieser Effekt zwar stark sein werde aber durch die Gegenmassnahmen der Regierung auch gut unter Kontrolle zu bringen ist, so besteht nun die Befürchtung, dass auch die Wirtschaft in anderen Ländern noch stark in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. Damit bleibt der negative Einfluss des Covid19 weiter im Fokus der Marktteilnehmer. "Die Anleger stellen jetzt die Annahme über das Wirtschaftswachstum in Frage und dies belastet natürlich die Ölmärkte," sagt Analyst Michael McCarthy von CMC Markets in Sydney.

Quellmaterial: Futures-Services Mineralöldienst

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