Corona-Sorgen trüben den Wochenstart.

Das Covid-19-Virus drängt sich mit Macht zurück ins Bewusstsein der Marktteilnehmer. Europa und auch die USA sind in dieser Beziehung schon länger die Sorgenkinder. Die Infektions- und Todeszahlen sind hoch und die Verbreitung durch die mutierte Version des Virus ist kaum einzudämmen. Inzwischen steigen aber auch die Neuinfektionen in China wieder bedenklich an.

Zuletzt hatte das asiatische Land nahezu als infektionsfrei gegolten und die wirtschaftliche Erholung hatte nach der Beendigung der Lockdowns im Frühsommer stark an Fahrt aufgenommen. Doch nun hat die nationale Gesundheitsbehörde Chinas den grössten täglichen Anstieg an Covid-19-Fällen seit 5 Monaten gemeldet und grosse Teile der Provinz Hebei um die Hauptstadt Peking wurden wieder in den Lockdown versetzt.

Stephen Innes von Axi geht aber nicht davon aus, dass die grundsätzlich gute Stimmung an den Ölbörsen verschwunden ist. Dank der Impfstoffe steige der Optimismus. «Die Nachfrage wird sich auf jeden Fall verbessern, und die Angebotsseite ist dank der OPEC+ und Saudi-Arabiens anhaltenden Bemühungen unter Kontrolle», so Stephen Innes.

Vandana Hari von Vanda Insights mahnt allerdings zur Vorsicht: «Rohöl könnte nach den starken Gewinnen der letzten Woche nach einer neuen Richtung suchen.» Die Expertin beobachtet aber auch, dass die Ölbörsen inzwischen «immun scheinen gegen die zunehmend düsteren Entwicklungen an der Pandemiefront». Joe Bidens Versprechen, am Donnerstag einen Vorschlag für ein neues Konjunkturprogramm vorzulegen, hält die gute Stimmung ihrer Meinung nach aufrecht.

Die Spannung an den internationalen Ölbörsen bleibt also bestehen. Auch die Inlandspreise orientieren sich am Morgen wieder etwas nach unten, bleiben aber wegen des etwas schwächeren Euros auf hohem Niveau.

Quellmaterial: Futures-Services Mineralöldienst

11.1.2021

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