Die neue Woche startet an den Ölmärkten volatil, die Richtung scheint jedoch die gleiche zu bleiben wie in den Wochen zuvor – aufwärts. An den meisten fundamentalen Voraussetzungen verändert sich wenig, und so hatten erst am Freitag wieder ein knappes Angebot bei robuster Nachfrage sowie zahlreiche geopolitische Risiken für neue Langzeithochs bei Brent und WTI gesorgt.
Die Erdölpreise werden im Wesentlichen weiterhin durch zwei Faktoren gestützt: die gute Nachfrageentwicklung sowie die zunehmenden geopolitischen Spannungen, die die Sorgen hinsichtlich der angespannten Versorgungslage nicht abklingen lassen. In der vergangenen Woche verbuchten die Ölpreise bereits den fünften Anstieg in Folge, wenngleich Brent und WTI ihre Langzeithochs am Freitag nicht erreichten.
Die Sorgen über Produktionsausfälle in Ländern wie beispielsweise Libyen und Kasachstan hatten sich in der vergangenen Woche in den Vordergrund gedrängt. Nachdem es am Wochenende allerdings hieß, die Ölförderung am Tengiz-Ölfeld werde allmählich wieder erhöht, und sich auch die libysche Ölproduktion wieder etwas erholen konnte, lassen diese Sorgen zu Beginn der neuen Handelswoche etwas nach.