Die Ölpreise sind deutlich gefallen, nachdem die USA und der Iran am Wochenende erklärt hatten, eine erste Vereinbarung zur Beendigung des Krieges und zur Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus erzielt zu haben. Brent und WTI rutschten zum Wochenstart auf den tiefsten Stand seit März ab.
Die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten verdeutlichen, ähnlich wie die Ukraine-Krise zuvor, die Kosten der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Diese Ereignisse könnten den Übergang zu nachhaltigen Energien weiter beschleunigen. Doch damit ist keine Unabhängigkeit gewährleistet. Eine aktuelle Analyse des Strategieberatungsunternehmens Loom warnt vor neuen Risiken, die die Energiewende mit sich bringt.
Die Eskalation des Konflikts am Persischen Golf hat einen Zusammenbruch der regionalen Öllieferungen verursacht. Laut der Fachzeitschrift Petroleum Economist meldeten die meisten Förderländer der Region im März einen starken Produktionsrückgang im Vergleich zum Februar. Produzenten ausserhalb der Region konnten ihre Fördermengen weitgehend aufrechterhalten oder steigern.